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Trauerbegleitung

In der heutigen Gesellschaft sind die Themen Tod, Sterben und Trauer weitgehend aus unserem Alltag ausgeklammert. Dennoch wird wahrscheinlich jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit dem Tod eines nahen Angehörigen oder Freundes konfrontiert werden. Den einen richtigen Weg mit Trauer umzugehen, gibt es nicht. Trauer ist ein individueller Prozess, wenngleich es auch verschiedene Phasen gibt, die bei den meisten Menschen vorkommen. Diese Phasen können sich jedoch in ihrer Ausgestaltung erheblich unterscheiden.

Nach aktueller psychotherapeutischer Auffassung sind die Ziele des Trauerprozesses den Verlust anzuerkennen, mit dem Verlust zu leben und ihn in die eigene Biografie, den eigenen Lebensweg, zu integrieren, so dass ein Weiterleben ohne den Verstorbenen möglich wird. Dabei bedeutet das innere Akzeptieren des Verlustes nicht Vergessen, sondern gerade das Bewahren und Erhalten von Erinnerungen und Bereicherungen, die der Zurückbleibende durch den Verstorbenen erfahren hat. In welcher Weise die Beziehung zu der verstorbenen Person aufrechterhalten und neu definiert wird, entscheidet dabei der Trauernde selbst.

Trauern ist keine "Krankheit", sondern ein natürlicher Prozess. Zur Trauer als umfassender psychischer Prozess gehören verschiedene Gefühle wie Traurigkeit, Verzweiflung, Sehnsucht, Einsamkeit, Leere, Wut und Enttäuschung. Traurigkeit als Gefühl ist zum einen ein emotionaler Ausdruck des Verlustes und dient gleichzeitig auch dessen Verarbeitung. Das Gefühl zeigt dem Trauernden, dass er etwas Wichtiges in seinem Leben verloren hat.

Es gibt keine "guten" oder "schlechten" Gefühle. Jedoch gibt es angenehme Gefühle wie Freude und unangenehme Gefühle wie Trauer und Angst. Jedes Gefühl hat eine Funktion. Gefühle dienen dazu, den Menschen zum Handeln (äußeres Handeln) oder Nachdenken (innere Verarbeitung) zu bringen. So dient das Gefühl der Angst z.B. dazu, uns zum Kämpfen oder zum Weglaufen zu bewegen, das Gefühl der Freude bringt uns beispielsweise dazu, jemanden zu umarmen. Traurigkeit bewegt uns dazu, uns mit dem Verlust des geliebten Menschen auseinanderzusetzen, also zu einer inneren Verarbeitung des Geschehens.

Im Laufe der Zeit werden in der Regel verschiedene Phasen des Trauerprozesses durchlaufen. Diese können sich überlappen und ganz individuell zum Ausdruck kommen. Es gibt jedoch Umstände (unerwarteter plötzlicher Tod, traumatische Todesumstände etc.) und Situationen (z.B. existentielle Probleme), die für die Verarbeitung der Trauer hinderlich sein können. Hierdurch kann der Trauerprozess ins Stocken geraten, übermäßig intensiv oder lange sein, gar nicht stattfinden oder es kann zu posttraumatischen oder depressiven Symptomen sowie zu verschiedensten Ängsten, körperlichen Beschwerden, sozialem Rückzug oder Substanzmissbrauch kommen. Wenn das tägliche Funktionieren beeinträchtigt ist oder Sie über Ihren Verlust mit jemanden sprechen wollen, können wir gerne einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren!

Die Kosten können dann von den Krankenkassen übernommen werden, wenn die Kriterien für eine klinisch relevante Symptomatik mit entsprechendem Leidensdruck erfüllt sind und daher eine Psychotherapie angezeigt ist.

Weitere Angebote:

  • Diagnostische Abklärung
  • Psychotherapie bei:
    • Depressionen
    • Ängsten (Panikattacken, Soziale Phobie, Agoraphobie, Generalisierte Angststörung, Spezifische Phobien)
    • Somatoformen Störungen
    • Schmerzstörungen
    • Tinnitus
    • Posttraumatischen Belastungsstörungen
    • Persönlichkeitsstörungen
    • Zwängen
    • Anpassungsstörung (bei schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen und Lebensereignissen)
    • Essstörungen
  • Beratung / Coaching, z.B. bei Stress, Burnout, privaten u. beruflichen Krisen und Entscheidungsfindungen, Schlafstörungen, Lernschwierigkeiten
  • Paar- und Familienberatung, z.B. bei Trennungen und Krisensituationen
  • Angehörigenberatung bei psychisch erkrankten Familienmitgliedern